Verdienen „Die Grünen“ ihre Farbe nicht?

Der Pressemitteilung zum Haushalt 2019 kann man entnehmen, dass für die Grünen  „die Zeit der Eishalle am Bergenkamp“ vorbei ist.

Die dabei von ihnen genannten Argumente werden wir im nachfolgenden widerlegen:

Argument 1:
Die Eishalle ist nur „auf eine bestimmte Zeitspanne hin ausgelegt gebaut

Diese Aussage unterstellt, die Eishalle sei nur für einen Betrieb von ca. 40 Jahren vorgesehen gewesen und hätte das Ende ihrer Lebensdauer jetzt erreicht. Woher kommt diese Einschätzung?
Die Baukünste unser Vorfahren zeigen, dass es leicht möglich ist, Gebäude mit einer Lebensdauer von mehreren Jahrhunderten zu errichten und zu erhalten.
Jede weitere Nutzer-Generation eines Bauwerks, muss dann nur die laufenden Instandsetzungen aufbringen. Das ist kostengünstig und resourcensparend. Das müsste grüne Politik sein.
Stattdessen wird hier ein Prinzip propagiert, nach der jede Generation ihr eigenes Bauwerk bauen soll und die erbrachten Leistungen der Vorgänger sollen durch weiteren Energieeinsatz einfach vernichtet werden.

Erfreulicherweise kommt langsam unter dem Stichwort graue Energie eine Diskussion zu diesem Thema auf, d.h. man betrachtet nicht nur die jährlich verbrauchte Energiemenge, sondern man berücksichtigt auch die Energien, die zu Errichtung eines Bauwerks benötigt wurde. Hoffentlich kommt diese Diskussion auch bald nach Unna.

Argument 2
Die Eishalle wurde „in kommerzielle Betreiberhände überführt die dennoch immer mit hunderttausenden Euro jährlich gestützt werden mussten

Das ist falsch. Die Betreiber wurden nicht gestützt, sondern Sie mussten eine Pacht von 40 TEUR zahlen.
Gestützt hingegen wurden die Eissportvereine in Unna mit 85 TEUR, damit diese sich ihre Sportstätte mieten konnten. Jeder andere Verein in Unna bekommt auch Unterstützung bei der Bereitstellung seiner Sportstätten. Diese Unterstützung  wird auch im Falle der Eishallenschließung weiter gezahlt werden.

Eine weitere Zahlung an die Betreiber in Höhe von 40TEUR erfolgte, weil sie u. a. den Eissport im Schulunterricht kostenlos anbieten mussten. Auch diese Zahlung wird zum Teil weiterlaufen müssen, wenn im Schulsport weiterhin Eislaufen angeboten werden soll. Nur fließen die Zahlungen dann nicht mehr nach Unna, sondern an eine Eishalle in der Nachbarschaft und es entstehen höhere Fahrtkosten für die Schüler.

Übrig bleibt noch eine Entschädigung für die eisfreie Zeit  in Höhe von 25 TEUR übrig. Diese kam daher, das die Stadt den Betreibern eine Nutzung in der eisfreien Zeit zugesagt hatte, diese dann aber aus anderen Gründen untersagt hatte, so dass dieser Verlust entschädigt werden musste. Die Entschädigung hätte nicht gezahlt werden müssen, wenn die Stadt sich an die Vereinbarungen gehalten hätte.

Es ist leicht zu erkennen, dass von „hunderttausenden Euro Stützung“ für die Eishallenbetreiber fast nichts übrig bleibt.

Argument 3
Bei der Eishalle ist aus „ökologischen Gründen ein Fortbestand nicht vorstellbar

Die Frage der Ökologie wurde im Argument eins schon angerissen, sie hat aber noch weitere Aspekte.
Die Eishalle war der Wärmeerzeuger für das benachbarte Schwimmbad, d.h. die Wärme wurde von der Eisfläche weg in das Schwimmbad transportiert. Das nennt man eine Wärmepumpe. Dieses Prinzip wird millionenfach in Wohnhäuser eingebaut.
Wieso will man dieses Prinzip nicht mehr nutzen und jährlich ein paar zigtausend Euro für den Gasverbrauch einer fossilen Heizung für das Schwimmbad ausgeben?
Ist das Grüne Politik? Im kleinen die Wärmepumpen fördern und im großen diese abschalten und mit Gas Wärme erzeugen?
Weiterhin ist davon auszugehen, dass ein großer Teil der Unnaer Eisläufer nun in den Eishallen der benachbarten Städte trainieren geht. Es entsteht ein gewaltiger Mehraufwand an Zeit und Energie für zusätzlichen Fahrtaufwand. Ist das einmal gegen gerechnet worden?

Argument 4
Bei der Eishalle ist aus „ökonomischen Gründen ein Fortbestand nicht vorstellbar

Die Eishalle ist ein sozialer Treffpunkt und integriert verschiedenste Menschen. Menschen die dort sind, lernen andere Menschen kennen, nehmen keine Drogen, beschmieren keine Hausfassaden, rauben keine anderen Menschen aus. Dadurch entstehen Kosteneinsparungen bei Polizei, Justiz, Vollzug, Sozialarbeit und Schadensbeseitigungen!

Zur Frage der Kostenexplosion bei der Abschätzung der  Instandsetzungskosten haben wir uns schon geäußert. —>

Zusammenfassung
Nach einer Analyse der Argumente der  grünen Partei zeigt sich, dass nicht eins davon belastbar ist. Gerade aus grünen Motiven heraus, müsste die Eishalle erhalten bleiben.

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