Ist die Eishalle ein Energievernichter oder ein nützlicher Wärmeerzeuger?

Ist die Eishalle ein Energievernichter oder ein nützlicher Wärmeerzeuger?

Um dieser Frage nachzugehen, muss man verstehen, dass eine Eishalle ähnlich wie eine Fußbodenheizung funktioniert, nur dass sie nicht heizt, sondern kühlt. Die Wärme wird von der Eishalle weg, an einen anderen Ort transportiert. Solch ein Prinzip nennt man deswegen auch Wärmepumpe, nur das im Fall der Eishalle die Kälte primär genutzt wird. Am folgenden Schema soll dies stark vereinfacht erklärt werden:

Unter der Eislaufbahn ist ein langes Rohr (1) ausgelegt. In diesem befindet sich das Kältemittel Ammoniak. Dieses nimmt Wärme von der Eisbahn auf. Das Rohr führt zu einem Verdichter (2), der das Kältemittel mit der Wärme „weiterpumpt“ zu einem Kühler (6) wo die Wärme abgegeben wird.  Der Verdichter wird von einem Elektromotor (3) angetrieben. Der Elektromotor wird mit Strom (4) betrieben.

Der tatsächliche Vorgang ist erheblich komplizierter, aber vereinfacht kann man sagen, dass

die Wärme von der Eisbahn zum Kühler transportiert wird.

Dafür wird elektrische Energie (4) benötigt.

Im Fall der Eishalle Unna ca. 600 MWh pro Jahr. Das entspricht ungefähr dem Jahresstromverbrauch von

  • 200 durchschnittlichen Haushalten (drei Personen verbrauchen 3000 kWh) oder von
  • 300 durchschnittlichen Elektroautos (15tkm Jahresfahrleistung und 20KWh/100km Verbrauch).

Die Kälteenergie die man dafür bekommt, bekommt aber nicht nur 1 zu 1, sondern man bekommt im Schnitt ca. 3,5 mal mehr Kälte als man elektrische Energie hineingesteckt hat. Diese Zahl 3,5 nennt man die Kälte-Arbeitszahl.

Zusätzlich erhält man aber auch Wärme. Hier beträgt die Wärme-Arbeitszahl sogar um die 5. Man bekommt also 5 mal mehr Wärme heraus, als man elektrische Energie hineingesteckt hat.

Bei unserer Eishalle entstehen also 5×600 MWh = 3000 MWh pro Jahr an Wärme. Damit könnte man im Idealfall

  • hundert Einfamilienhäuser beheizen oder
  • ein sehr goßes Schwimmbad oder
  • zwei kleine bis mittlere Schwimmbäder

Würde man die Wärme von 3000MWh durch das Verbrennen von Gas erzeugen, müsste man dafür bei einem Gaspreis von 0,05ct im Jahr 150.000 EUR bezahlen.

„Zufällig“ steht neben der Eishalle sogar ein Schwimmbad und es gab sogar einen Energieverbund, der nach genau dem zuvor beschrieben Prinzip gearbeitet hat. Als das Schwimmbad gebaut wurde, war also noch Sachverstand und Planungskompetenz vorhanden.

Und was haben die Lenker und Planer bei WBU und Stadtverwaltung getan?

Sie haben den Energieverbund aufgelöst!

Jetzt werden zigtausende EUR in der Schwimmhalle jedes Jahr verheizt, die man auch von der Eishalle hätte gratis erhalten können.

Und dann wird von den Antreibern der Energiewende auch noch davon gesprochen, dass die Anzahl der Wärmepumpen in Deutschland erhöht werden soll.

Fazit:
Wer ein Schwimmbad neben einer Eishalle stehen hat, der sollte die Eishalle als Wärmepumpe für das Schwimmbad nutzen. Wer das nicht tut, dem könnte man unterstellen, dass er auch das Schwimmbad zerstören möchte, denn dessen Betriebskosten sind durch zusätzlichen Gasverbrauch um viele zig tausend EUR gestiegen.

Im Übrigen: Selbst wenn man die Wärme der Eishalle nicht nutzen würde und man würde den Verbrauch von 600 MWh auf die 100.000 Besucher pro Jahr umlegen, käme da ein Ergebnis von 6 kWh/Besucher heraus, was ein paar Minuten kochen oder Duschen entspricht.

Ist das Verschwendung oder ökologisch nicht tragbar?
Im Zuge der „Energiewende“ werden jährlich Milliarden von kWh an das Ausland verschenkt bzw. wird dafür bezahlt, dass überschüssiger Strom aus „erneuerbaren Energien“ verklappt wird. Wieso einen Teil dieses Stromes nicht in Eishallen und Schwimmbädern selbst verbrauchen? Wenn die Sonne scheint, dann muss man auch viel kühlen, passt doch ideal!

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